Hintergrund einer unmöglichen
ZuschreibungDie 'schöne Seele' der Künstlichen Intelligenz.
Iphigenie auf
Tauris:
„Denn ach!
mich trennt das Meer von den Geliebten,
Und an dem Ufer
steh ich lange Tage,
Das Land der
Griechen mit der Seele suchend“.
Ist es möglich, dass eine
Künstliche Intelligenz eine Seele hat? Es geht mir in Folgendem
nicht darum, diese Frage mit ja oder nein zu beantworten, sondern
verständlich zu machen, was für eine seltsame aber dabei
keineswegs unsinnige Frage das ist. Man kommt auf interessante
Perspektiven dabei. Und zwar nicht nur über Maschinen, sondern
gerade auch über die Menschen, die sie entwickeln.
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Empirie und Induktionsproblem, Henne oder Ei? Hinterm Horizont der MiniaturisierungKeine Erkenntnis ohne Ähnlichkeit
Man weiß es nicht, aber man
vermutet es stark: Für menschliches Denken, das zu
Entscheidungen welcher Art auch immer kommen will, ist das Erkennen
von Ähnlichkeiten der elementarste erste Schritt, mit dem alles
anfängt. Wenn Menschen offensichtlich im Laufe der
Evolutionsgeschichte für etwas großes Talent entwickelt
haben, dann für die Entdeckung von Ähnlichkeiten. Auch
Metaphern, entlang deren ganz generell Denken und Sprechen
fortschreiten, gründen nicht zufällig in Bewegun ...
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Soviel Filmgeschicht muss sein...Luis Buñuel: Ein andalusischer Hund
Ein andalusischer Hund - Un chien andalou - Un perro andaluz, so der spanischer Titel
Auf dieses Meisterwerk des surrealistischen Films von Luis Buñuel und Salvador Dalí
noch einmal hinzuweisen, vielleicht zum hunderttausendsten Mal,
konnte ich mir einfach nicht verkneifen.
Soviel Filmgeschicht muss einf ...
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Wie intelligent ist 'Künstliche Intelligenz'?Die Trennung von Intelligenz und Bewusstsein
Das Wort Intelligenz kommt vom
lateinischen intellegere, was die konkrete Handlung des Aussortierens
von etwas aus einer Vielfalt bezeichnete. Davon wurde in der Folge
abstrahiert. Intelligenz meinte dann ganz allgemein die ...
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Privateigentum vs. Willkür, eingeschränkt handlungsfähig, aus der Bank in die Maschinenhalle (nicht lektorierter Rohentwurf)Neue Quellen der Staatsausgaben
Dort,
wo mit einmal eine Geldwirtschaft blüht, sind die Egoismen der
Macht nicht weit. England war im 17. Jhd. eine rasant aufstrebende
Kolonialmacht und nur zu gerne bereit, das Erbe der Fugger und der
Bankiers der ersten Stunden fortzuführen. Als oberster
Repräsentant des Staates England war König Karl (Charles)
I. genau so glaubwürdig in Sachen Geld wie die früheren
Bankiers, so meinten seine vermögenden Untertanen; aber da
hatten sich die wirtschaftlich erfolgreichen Bürger und H ...
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Billionen-Blase (nicht lektorierter Rohentwurf)Toxische Werte
Good times, bad times
Good times, bad times – so singt der
versierte Optimist weiter: You know I had my share.
Ja, solange der Aktienkurs die zyklischen Schwankungen der Konjunktur
bzw. der volkwirtschaftlichen Gesamtsituation – d.i. die Summe
der Wirtschaftleistungen, die sich in den prozentualen Veränderungen
des BIP ausdrücken – wiederspiegelt. Aber dann sprechen
wir nicht von Krisen. Bad times aber können Krisen sein, Phasen,
in denen kaum jemand singen kann: I had my share. Ak ...
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Armut, wer bitte? Armut und Krise (nicht lektorierter Rohentwurf)Krise und sozialer Fortschritt
Armut – ökonomisch
Die Wissenschaft hat uns bei der Bestimmung von
Armut nicht sonderlich viel geholfen. Dass sie eine brauchbare
Relation zwischen Armut und einer, auf die Volkswirtschaft
konzentrierten Krise begründen kann, ist daher unwahrscheinlich.
Natürlich hat Armut auch etwas zu tun mit der Art, wie eine
Gesellschaft, eine Volkswirtschaft ihre Erwerbstätigen in Arbeit
bringt und hält. Die Veränderungen sind allenthalben
sichtbar. Eine Beurteilung, in wie weit diese Veränd ...
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Vorschlag der Europäischen Stabilitäts InitiativeProposal zum Merkel-Plan
Zur Diskussion
Folgender Vorschlag des ESI zur Lösung des syrischen Flüchtlingsproblems wird gegenwärtig stark diskutiert.
Es lohnt, ihn einmal im Detail zur Kenntnis zu nehmen.
The Merkel Plan
This paper outlines how a ...
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Michael Seibel - schon wieder der clash of civilisation!
Kulturelle Identität 1
Neuerdings fällt wieder vermehrt der Begriff „kulturelle
Identität“. Im Hintergrund stehen als eine Art »drole
de guerre« Konflikte nicht miteinander vereinbarer Kulturen
im Raum. Aber ist Konfliktursache wirklich eine Unvereinbarkeit von
Kulturen? Kulturkontakte waren bislang meist ein Ergebnis von
Expansion und Kolonisation, von Veränderungen in der
Kommunikation und im Verkehr oder
von Armutswanderung, eher Zusammenstöße als Berührungen.
Die Konflikte dabei waren im Kern machtpolitische und wirtschaftliche
und nicht primär kulturelle. Die Bedingungen von Kulturkontakten
waren ungünstig. Kulturkontakte dürften ...
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Heideggers Pointe hyperbolischer RationalitätMehr Professionalität = mehr Begründung?
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Rede Martin Heideggers, »Der Satz vom Grund«, aus Heidegger,
Gesamtausgabe, Bd.10, S. 171 ff. Frankfurt 1997
(ursprünglich: 1955-1956))
Ist das so? Eine
schwierige Frage.
Die
Vorstellung traf auf heftigen Protest, dass zunehmende
Professionalisierung zugleich mit einem immer engmaschigeren
Begründen einhergeht. Ganz im Gegenteil, wo dauernd nur
begründet wird, läuft nichts. Wechselseitige
Begründungsüberbietung der professionellen Akteure findet
nicht statt. So wurde widersprochen.
Letztens
bin ich über auf ein Zitat des DS-Drogeriemarkt-Gründers
Götz Werner gestoßen, des derzeit vielleicht bekanntesten
Befürworters des bedingungslosen Grundeinkommens, der sinngemäß
sagte:
Wer etwas nicht will findet Gründe, wer ...
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Anläßlich der Lektüre NietzschesSchaden und Schmerz
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)
Ich
möchte auch diesmal meinem Protokoll der letzten Sitzung die
Form eines Kommentars geben. Diesmal vor allem zur recht
rätselhaften Äquivalenz von Schaden und Schmerz und zum
Begriff des Tausches natürlich
mit Blick auf Nietzsche, aber vor allem auch auf Marx.
Die Äquivalenz
von Schaden und Schmerz
Wert ist eine (Un-)Gleichung. (Das ist so ziemlich das Schlimmste, was einem klassischen Logiker passieren kann. Aber es ist zugleich vollkommen alltäglich.)
Kein Tausch tauscht Gleiches, sondern Glei ...
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Penderecki - Steve ReichMusik - zum Genießen
...
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Heinrich von KleistÜber das Marionetten Theater
Als ich den Winter 1801 in M...
zubrachte, traf ich daselbst eines Abends, in einem öffentlichen
Garten, den Herrn C. an, der seit kurzem, in dieser Stadt, als erster
Tänzer der Oper, angestellt war, und bei dem Publiko
außerordentliches Glück machte.
Ich sagte ihm, daß ich erstaunt
gewesen wäre, ihn schon mehrere Male in einem Marione ...
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