Privateigentum vs. Willkür, eingeschränkt handlungsfähig, aus der Bank in die Maschinenhalle (nicht lektorierter Rohentwurf)Neue Quellen der Staatsausgaben
Dort,
wo mit einmal eine Geldwirtschaft blüht, sind die Egoismen der
Macht nicht weit. England war im 17. Jhd. eine rasant aufstrebende
Kolonialmacht und nur zu gerne bereit, das Erbe der Fugger und der
Bankiers der ersten Stunden fortzuführen. Als oberster
Repräsentant des Staates England war König Karl (Charles)
I. genau so glaubwürdig in Sachen Geld wie die früheren
Bankiers, so meinten seine vermögenden Untertanen; aber da
hatten sich die wirtschaftlich erfolgreichen Bürger und H ...
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nichts, das sich nicht sagen ließe - das Böse, Teil 6Gut und böse als Eigenschaften
Verlassen
wir für einen Augenblick die Ebene der Geschichten, also die
Ebene eines Sprechens, dass sein Thema an den langen Faden der Zeit
hängt und lassen uns auf die Ebene ein, von der wir zunächst
nicht sagen können, ob eine ontologische oder die der Semiotik
ist.
Viele
philosophische Richtungen bestreiten, dass gut zu sein im ...
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Michael Seibel - Intimitäten aus dem Verhältnis von Recht und TugendKurze Kritik der Gerechtigkeit
Gerechtigkeit
ist bekanntlich die platonische Tugend par exellence und zugleich
einer der großen normativen politischen Schlüsselbegriffe.
Die
Formel »suum cuique«, gerecht
ist eine Handlung, wenn sie jedem das gibt, was ihm zukommt, dürfte
neben der goldenen Regel („Behandle
andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“)
einer der zustimmungsfähigsten Formeln der gesamten Ethik sein ...
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(wie entsteht Macht?) Ein Urdemokrat vor 1550Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen
Feigheit
»Mehrern Herren untertan sein, dieses find' ich schlimm
gar sehr, Nur ein einziger sei Herrscher, einer König und nicht
mehr«, so sagt Ulysses bei Homer vor versammeltem Volke.
Hätte er nur gesagt: »Mehreren Herren untertan sein,
dieses find' ich schlimm gar sehr«, so wäre das eine
überaus treffliche Rede gewesen; aber anstatt daß er,
wenn er mit Vernunft reden wollte, gesagt hätte, die Herrschaft
von mehreren könnte nichts taugen, weil schon die G ...
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Michael Seibel - Sprache der Fülle ... Fülle der Sprache
Kulturelle Identität 2
Ich
möchte „kulturelle Identität“ in einem
komplexeren, vielstimmigeren Zusammenhang aufsuchen, und ich möchte
das anhand einer kurzen literarischen Erzählung tun. Sie hat wie
jede Erzählung etwas Punktuelles, weil sie von der besonderen
Situation einer fiktiven Person erzählt und man also keineswegs
sicher sein darf, ihr etwas Allgemeines abzugewinnen. Es kommt auf
der Ebene, die mich interessiert, aber nicht darauf an, dass das, was
es von bestimmten Menschen zu sagen gibt, auch für andere gilt,
sondern darauf, dass es für die besondere Person selbst die Art
von Dichte und Unabweisbarkeit bekommt, die es mög ...
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Bilderflut - starke Bilder
Die
Metapher der Bilderflut
Man
warnt uns. Eine Welle habe uns
überrollt. Man spricht von Bi ...
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Dialog beim Gastmahl über Eros und das Schöne
Diotima • Sokrates
(...) Und so will ich dich denn jetzo
lassen und eine Rede über den Eros welche ich einst von einer
Mantineerin Namens Diotima gehört
habe, welche hierin und auch sonst sehr weise war, auch den Athenern
einst bei einem Opfer vor der Pest zehnjährigen Aufschub der
Krankheit bewirkte, welche auch mich in Liebessachen unterrichtet
hat, die Rede also welche diese gesprochen hat will ich versuchen
euch zu wiederholen, von dem ausgehend worüber ich mit Agathon
übereingekommen bin, sonst aber ganz für mich al ...
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Heinrich von KleistÜber das Marionetten Theater
Als ich den Winter 1801 in M...
zubrachte, traf ich daselbst eines Abends, in einem öffentlichen
Garten, den Herrn C. an, der seit kurzem, in dieser Stadt, als erster
Tänzer der Oper, angestellt war, und bei dem Publiko
außerordentliches Glück machte.
Ich sagte ihm, daß ich erstaunt
gewesen wäre, ihn schon mehrere Male in einem Marione ...
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