Logisch formales und wissenschaftliches Beweisen zwischen reiner Form, Diskurs und Wahrnehmung, Selbstbezüglichkeit und fakenewsWas macht Beweise zwingend?
Ein Beweis ist eine stichhaltige, zwingende
Begründung für die Wahrheit einer Behauptung. Eine
Behauptung hat immer sprachliche Form. Ein Beweis nicht unbedingt.
Man kann durchaus beweisen, dass ein Krug zerbrechlich ist, indem man
ihn zerbricht. Dadurch hat man allerdings nicht bewiesen, dass der
nächste Krug ebenfalls zerbrechlich ist. Der Beweis hat also
genau das vernichtet, dessen Eigenschaft er bewiesen hat.< ...
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Wandel der Wertschöpfung, Wachstum in Unordnung, Perpetuum immobile (nicht lektorierter Rohentwurf)Reich durch Verlust
Besonders
börsennotierte Großunternehmen schaffen es immer wieder,
hohe Renditen auszuschütten, obwohl sie negative Gewinne
bilanzieren. Schaut man auf die Passivseite der Bilanz, dann befinden
sich dort die Summen aller von Kapitalgebern dem Unternehmen zur
Verfügung gestellten finanziellen Mitteln. Diese imponierenden
Vermögensgüter sind also keine von den Eigentümern
einer Unternehmung zu dessen Finanzierung aufgebrachten oder als
wirtschaftlicher Gewinn im Unternehmen belassenen Verm&ou ...
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In der Falle - Hoch effizient ... keine Wirkung - Pareto-Schwindel - Staat und Wirtschaft (nicht lektorierter Rohentwurf)Aporien des Wettbewerbs
Kausalsätze
haben ihre Tücken, zumal wenn die Eingangsbedingungen nicht klar
sind; was sie in humanen Zusammenhängen meistens nicht sind.
Kausalitäten sind oft flüchtig wie Rehe auf der Lichtung
und wie dieselben auch schwer zu unterscheiden, besonders auf der
Flucht. Und dann gibt es noch Wahrheit bzw. Aussagen, die wahr sind,
aber nicht beweisbar,
was Wissenschaften wie
die Volkswirtschaft, die gerne von beweisbaren, empirische ...
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Alltägliche Formen des (Mit-)EntscheidensDemokratische Qualitätskriterien
Ist die Demokratie
überhaupt etwas, das stabil oder nicht stabil sein kann oder
bezieht sich die Frage nach Stabilität und Gefährdung nicht
vielmehr auf den Staat oder die bestehende Sozialordnung? Die
Demokratie ist eine Form, eine Staatsform, ein Set von Verfahren und
öffentlichen Diskussionen, das historisch und lokal recht weit
variiert. Aber welche? Lincoln
formuliert: "government of the people, by the peop ...
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Michael Seibel - Grenze als letales Denkmodell
Grenzen schließen
Eine
der ersten Assoziationen, die mit dem Wort Grenze
verbunden sind, dürfte der Gedanke des Schutzes und des
selektiven Austausches sein. Biologische Organismen etwa weisen
Grenzen gegen die sie umgebende Außenwelt auf. Im Begriff des
Organischen wird gedacht, dass es jeweils substantielle Kriterien
dafür gibt, was als Organ zum Organismus gehört und was
nicht. Organismen ohne Grenzen gibt es nicht. Im Begriff des
Organismus macht man sich eine bestimmte Vorstellung vom Leben
selbst. Man sieht Organismen vor sich im kontrollierten Austausch mit
ihrer Umwelt, der sie Energie entnehmen. Die Regeln, nac ...
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'Das Hohe Haus' Szenische Lesung mit Roger WillemsenIn memoriam Roger Willemsen
Mit Roger Willemsen haben wir einen herausragenden Publizisten viel zu früh verloren.
Hier noch einmal die Lesung seiner Parlamentsreportage 'Das Hohe Haus', die er am 29. Oktober 2014
gemeinsam mit der Schauspielerin Annette Schiedeck und dem Hörfunk-Moderator Jens-Uwe Krause
im Nationalratssitzungssaal des österreichischen Parlaments ver ...
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Walter Tydecks - Technologien und offene Fragen – mit Schwerpunkt EnzymtechnikWeiße Biotechnologie
Bioökonomie
Es gibt einen Trend von der erdöl- zur biobasierten Ökonomie. »In der Weißen Biotechnologie sehen viele bereits heute einen Motor des nächsten, innovationsgetragenen Wirtschaftszyklus.« (BRAIN, abgerufen am 3.6.2015) Es ist zu erwarten, dass die Bioökonomie schrittweise alle Phasen des Produktionsprozesses erfasse ...
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Ästhetik: difference that makes a difference?
Schrumpfende Inhalte?
Bildende Kunst der Moderne und
Gegenwart macht es Betrachtern und Interpreten nicht eben leicht, die
Frage nach ihrem Inhalt zu stellen.
Diese Schwierigkeit besteht nicht wegen
der schieren Vielfalt möglicher Inhalte. Inhalt umfasst immer Mannigfaltigkeit.
Ist die Unterscheidung von Form und Inhalt noch irgendwie hilfreich
bei der Identifikation eines Objekts als ...
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Foto: © Monika. M. Seibel, »Ernte«
Der Satz vom Grund
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Rede Martin Heideggers, »Der Satz vom Grund«, aus Heidegger, Gesamtausgabe, Bd.10, S. 171 ff. Frankfurt 1997
(ursprünglich: 1955-1956))
Heidegger
untersucht den Satz „Nichts ist ohne
Grund“.
Die
positive Umschrift des Satzes wäre, so Heidegger:
Alles
Seiende hat einen Grund.< ...
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