Arbeit und Verantwortung (nicht lektorierter Rohentwurf)An die Arbeit!
Es geht nicht um die bessere Berechnung der Zukunft, sondern um die
Erweiterung der Vorstellungskraft.
In
den siebziger Jahren wohnten zwei ältere Damen in der Wohnung
über mir, sozialer Wohnungsbau, ein Zimmer, kleine Küche
mit Sitzbadewanne, Diele mit Kleiderschrank, Bad mit abwaschbarer
Ölfarbe gestrichen, die große Ölfarb-Nasen über
der ganzen Fläche verteilt, Gasheizung, kleiner Balkon, also
schon recht ordentlich ausgestattet und zum Preis von 80 ...
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Moderne Feudalherren, Die unsichtbare Hand (nicht lektorierter Rohentwurf)Der neue Handelsimperialismus
Imperialismus
ist laut Duden das Streben von Großmächten nach einer
(militärischen, politischen und wirtschaftlichen)
Vormachtstellung, das mit rücksichtsloser, expansiver Politik
durchgesetzt wird. Expansion muss keine territoriale Größe
bezeichnen. Auch Ausdehnung politischer Macht etwa in exterritoriale
Rechtsgebiete verträgt der Begriff als eine Bestimmung. Wenn wir
also von einem neuen Handelsimperialismus sprechen, dann ...
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Fazit
Frage ist, ob sich die
Ausbreitung der Logik des Populismus als Denkweise wirklich durch
'besseres Zuhören' stoppen lässt, wie von fast allen
Parteien in Deutschland empfohlen. Diese Zuversicht hat eine, wie
ich finde, entscheidende Schwachstelle: Gesetzt, jemand neigt in
einer Mangelsituation – z.B. Arbeitslosigkeit, Angst, sozial abzurutschen – dazu,
sich als Opfer im Sinne der populistischen Proto-Logik zu sehen, dann
ist nicht einzusehen, warum schon 'besseres Zuhören' ihn dazu
bewegen sollte, auf die Vorteile der populistische ...
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Warum weiter arbeiten? - Bedarf an kulturellen Antworten
Was kann in Zukunft die
Menschen dazu veranlassen, über ihren persönlichen Bedarf
hinaus zu arbeiten? Polemisch wird diese Frage stark verkürzt,
wenn gefragt wird, was kann sie aus der „sozialen Hängematte“
treiben? Kandidaten dafür wären entweder
Refuge of the Roads (für Joni Mitchell)
Lajla Nizinski
E=mc2. Vor 100 Jahren errechnete Albert Einstein die
Relativitätstheorie. In 100 Jahren müssen wir vielleicht
angesichts des Klimawandels auf den Pluto flüchten. Wen/Was
nehmen wir mit? Wen/Was lassen wir zurück? Wie statten wir uns
aus? Wer/Was erwartet uns dort?
Weil wir diese Fragen nicht beantworten können, sei ein
aufschlussreicher Blick in die Vergangenheit geworfen.
Auch Albert Einstein musste sich solchen Fragen stellen, bevor er
an Bord der Red Star Line ging. Er flüchtete 1933 aus der
politischen Unfreiheit Deutschlands von Antwerpen nach Ph ...
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Différance - Derridas Argument
Zur
Lektüre steht Derridas Vortrag DIE DIFFÉRANCE vom 27.
Januar 1968 vor der Société française
de philosophie.
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Michael SeibelÜber Verantwortung
Wir
sprechen von Verantwortung. Wir meinen damit, dass sich jedermann für
seine Tat einem richterlichen Urteil zu stellen hat. Verantwortlich
sein heißt, sich vor einer richterlichen Instanz rechtfertigen
müssen. Was für ein Gericht das ist, wollen wir zunächst
genauso offenlassen wie die Frage, um was für Taten es ...
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Tristan Garcias Essay „das intensive Leben“Intensität statt Identität
Wirklich
klar geworden ist mir nicht, warum Tristan Garcias Essay „das
intensive Leben“ gegenwärtig in Frankreich Furore macht.
In seinem Essay gibt Garcia eine Diagnose der ethischen
Befindlichkeit, die seines Erachtens heute allgemein vorherrscht. Es
gehe heute, so seine Diagnose, nicht mehr darum, bestimmte Ziele
besonders gut zu erreichen oder in einem Kantischen Sin ...
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Walter Benjamin - Die Aufgabe des Übersetzers
Nirgends erweist sich einem Kunstwerk oder einer Kunstform
gegenüber die Rücksicht auf den Aufnehmenden für deren
Erkenntnis fruchtbar. Nicht genug, daß jede Beziehung auf ein
bestimmtes Publikum oder dessen Repräsentanten vom Wege ab ...
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Ästhetik: Zur Arbeit von Peter Brook
Der leere Raum
Wir sind dabei, einen philosophischen Begriff von Ästhetik zu
erarbeiten. Und wir sind dabei ganz am Anfang. Nicht ganz natürlich.
Selbstverständlich ist uns bewusst, dass sich ein Kunstbegriff heute
nicht mehr auf ein auch nur im mindesten allgemeingültiges
Konzept der Schönheit mehr stützt und schon gar nicht auf
bestimmte Abbildungsideale. Aber diese begründete Skepsis lässt
sich nicht so ohne weiteres durch einen besseren Kunstbegriff füllen.
Kann es heute überhaupt noch einen sinnvollen Begriff von
Ästhetik geben? Das ist un ...
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