Empirie und Induktionsproblem, Henne oder Ei? Hinterm Horizont der MiniaturisierungKeine Erkenntnis ohne Ähnlichkeit
Man weiß es nicht, aber man
vermutet es stark: Für menschliches Denken, das zu
Entscheidungen welcher Art auch immer kommen will, ist das Erkennen
von Ähnlichkeiten der elementarste erste Schritt, mit dem alles
anfängt. Wenn Menschen offensichtlich im Laufe der
Evolutionsgeschichte für etwas großes Talent entwickelt
haben, dann für die Entdeckung von Ähnlichkeiten. Auch
Metaphern, entlang deren ganz generell Denken und Sprechen
fortschreiten, gründen nicht zufällig in Bewegun ...
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Künstliche Intelligenz ist in einem strengen Sinn kollektive IntelligenzDie Clickworker
Erste brisante Auswirkungen sind sichtbar, die zeigen, das es
letztlich um die Bestimmung kulturell gesellschaftlicher Verhältnisse
geht und nicht um Neubestimmungen des Verhältnisses des Menschen
als biologischen Wesens zur Maschine.
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Erkenntnistheorie und der Antagonismus der ZeitZufall und Notwendigkeit
Das Begriffspaar Zufall und Notwendigkeit markiert ein fundamentales,
erkenntnistheoretisches Dilemma in der Philosophie, angefangen mit
den verschiedenen Lesarten von Platons Timaios und gewiss auch
innerhalb der platonischen Ontologie, so man von solch einer reden
möchte, selbst. Sei’s drum, ob der Timaios der mittleren
oder späten Schaffensphase Platons zugeordnet werden darf, das
Problem war irgendwann unvermeidbar, ist es dem Denken seither doch
im ...
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Convergence – or not, Das englische Modell, Splendid Isolation, Party unter Palmen, Die Kleinen und die Großen (nicht lektorierter Rohentwurf)Das irische Modell
Betrachten
wir den Weg Irlands vom Armenhaus Europas zur „zweit-erfolgreichsten“
Volkswirtschaft in der EU und von dort in eine veritable Staatskrise
und wieder zurück an die Finanzmärkte und zum
Wirtschaftswachstum, dann fällt zunächst einmal das rasante
Tempo auf. Über all da, wo man solche temporeichen
Richtungswechsel erkennen kann, liegt die Vermutung nahe, dass die
Milliarden von Transaktionen von irgend woher „gesteuert“
werden. Dies kann man in China deutlich erkennen, in Eur ...
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Modell Europa – eine Sackgasse? Wohlstand zum Nulltari, eine reine Geldangelgenheit (nicht lektorierter Rohentwurf)Erzwungener Beistand
Die Notenbankpolitik der EZB hat unserer Ansicht
nach die marktwirtschaftlichen Regeln der Kapitalmärkte außer
Kraft gesetzt und klammen Staaten und unseriös haushaltenden
Regierungen durch ihre Niedrigzinspolitik einen Zugang zu den
Kapitalmärkten erzwungen. Natürlich kann man in diesen
Fällen nicht die normale Vorstellung einer Zwangswirkung
unterstellen, sie ist spezieller. In unseren Kontexten, wenn der
Begriff Zwang auftaucht, dann haben wir staatliche Rechtsmittel zur
Durchsetzung von Interessen im Auge. Diese Rechtsmittel b ...
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teaserzeile (nicht lektorierter Rohentwurf)Geld
Geld arbeitet nicht. Diesen Blödsinn glauben zwar viele, aber es
stimmt nicht; legen Sie mal etwas davon auf den Tisch, warten acht
Stunden und schauen dann mal, was passiert ist. Nichts. Geld kommt
aus dem Nichts, ist eine Schöpfung „ex nihilo“
und wenn nichts damit gemacht wird, bleibt es Nichts im ökonomischen
Sinne. Wir haben Geld hergeleitet aus zwei
Fundamentaleigenschaften des Privatvermögens, seiner
Belastbarkeit, was rechtlich mit der Vermögensverfügung
unterlegt ist und seiner Verpfändbarkeit. Beide, Be ...
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Vom Geld zum Geld, das Geld ist weg (nicht lektorierter Rohentwurf)Vom Geld
Vom
Geld kommt nichts. Dass im Geld, gar im Bargeld eine autonome Kraft,
eine Energie wohne, die in der Lage wäre, Geld zu vermehren,
diese Vorstellung mag zwar erotisch, autoerotisch sein, funktioniert
nur leider am besten in Jugendträumen und Seeräubergeschichten.
Auch die auf einer einsamen Südseeinsel vergrabene Geldkiste ist
zunächst einmal wenig Wert, wenn sie lediglich gefunden und im
Garten hinter’m Haus wieder vergraben oder ins Kopfkissen
eingenäht wurden. Geldhaltung oder Dagobert Duck& ...
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Moderne Feudalherren, Die unsichtbare Hand (nicht lektorierter Rohentwurf)Der neue Handelsimperialismus
Imperialismus
ist laut Duden das Streben von Großmächten nach einer
(militärischen, politischen und wirtschaftlichen)
Vormachtstellung, das mit rücksichtsloser, expansiver Politik
durchgesetzt wird. Expansion muss keine territoriale Größe
bezeichnen. Auch Ausdehnung politischer Macht etwa in exterritoriale
Rechtsgebiete verträgt der Begriff als eine Bestimmung. Wenn wir
also von einem neuen Handelsimperialismus sprechen, dann ...
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“Marktversagen“ und ökonomische MachtGesellschaftliche Tauschverhältnisse als Basis ökonomischer Theorien
1. Die Ungleichheit in gesellschaftlichen Tauschverhältnissen
Auf welche Weise gesellschaftliche Tauschverhältnisse in Theorien
gegossen werden, entscheidet darüber, ob z.B. „Geld“
als zentrales Interaktionsmedium
der Tauschpartner angesehen wird. „Geld“ ist nur dann das
zentrale Interaktionsmedium, wenn unterschiedliche Machtpotentiale
der beteiligten Tauschpartner in der Theoriebildung unberücksichtigt
bleiben. Wenn Ware gegen Ware, Ware gegen Geld, Gebrauchswert gegen
Gebrauchswert, Arbeitskraftangebot gegen Arbeitslohn, zahlungsfähige
Nachfrage gegen quantitatives und qualitatives Warenan ...
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das Nichts, das sich nicht sagen läßt - das Böse, Teil 7Entwendete Differenzen
Wie
kommen wir von der Semiotik zurück zur Zeit der Geschichten und
Historien? Der differenzierte Ausdruck des Signifikats, die Lücke,
die stets geschlossen wird, ist nur die eine, mehr oder weniger
geschichtslose Seite der Medaille. Denn wie man weiß sind
bereits einfachste Sachverhalte unausdrückbar, wenn auch aus
einem völlig anderen Grund als dem, dass die Sprache unter zu
viel Differenz kollabierten würde, sondern aufgrund der
Tatsache, dass die Antwort vom Anderen erwartet wird. Wie ...
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Macht-Metaphysik, Macht-Aufklärung, Macht-Ergreifung, Macht-RechtMacht-Benefits
Jemandem zugute kommen (intransitiv), von etwas profitieren sind
nur zwei von unzähligen Bedeutungen des Begriffs: Benefit, der
heute den Begriff des Gemeinwohls aus aristotelischer Zeit
substituiert hat. Und um weitere Missverständnisse zu vermeiden,
operieren moderne utilitaristische Theorien, allen voran die
Wirtschaftswissenschaften bzw. die Volkswirtschaft nicht mehr mit dem
Begriff des Nutzens, sondern gleich mit dem viel weiteren Begriff des
menschlichen Wohlergehens.
Glückseligkeit als höchstes Gut erkennt Ka ...
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Radiovortrag vom 23.9.1969 und TransskriptHannah Arendt - Wahrheit und Politik
I
Der Gegenstand dieser Überlegungen ist ein Gemeinplatz. Niemand hat je bezweifelt, daß es um die Wahrheit in der Politik schlecht bestellt ist, niemand hat je die Wahrhaftigkeit zu den politischen Tugenden gerechnet. Lügen scheint zum Handwerk nicht nur der Demagogen, sondern auch des Politikers und sogar des Staatsmannes zu geh ...
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Walter Tydecks - Technologien und offene Fragen – mit Schwerpunkt EnzymtechnikWeiße Biotechnologie
Bioökonomie
Es gibt einen Trend von der erdöl- zur biobasierten Ökonomie. »In der Weißen Biotechnologie sehen viele bereits heute einen Motor des nächsten, innovationsgetragenen Wirtschaftszyklus.« (BRAIN, abgerufen am 3.6.2015) Es ist zu erwarten, dass die Bioökonomie schrittweise alle Phasen des Produktionsprozesses erfasse ...
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Philipp Blom - 'Kultur' als fremdenfeindlicher Kampfbegriffautoritärer und liberaler Traum
Charakteristisch für die gegenwärtige Entwicklung sei, so Blom, die Aufspaltung
zwischen nostalgisch-autoritären Träumen und liberalen
Träume. Rechts und links verlieren an Bedeutung. Standards, die
bisher oft von Sozialisten erkämpft wurden, werden heute von
Nationalisten verteidigt.
Menschenrechte
sind ein Traum und ein zentrales Narrativ der Moderne. Ein gerade 300
Jahre alter, schöner Traum, der auch wieder verschw ...
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Dialog über das Schöne
Sokrates • Hippias
Sokrates:Hippias, du herrlicher und weiser, wie seit gar langer Zeit
kommst du uns endlich einmal wieder nach Athen!
Hippias: Ich hatte eben nicht Muße,
Sokrates. Denn wenn Elis irgend etwas auszurichten ha ...
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Sinn ... mit/gegen ... Wissen
Was
war uns nach unserem Brainstorming zum Phänomen Glauben, so
unvollständig und im einzelnen zufällig es auch sein
mochte, aufgefallen?
Glauben
ist offenbar eine ausgezeichnete Form des mentalen Bezugs jedes
Menschen auf Mannigfaltiges. Das ist u.a. aus folgendem Grund für
einen Philosophen bemerkenswert: Die Philosophie hat sich die meiste
Zeit über weit interessierter mit der menschlichen F&au ...
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